Der erste Krieg

07. Februar, 2013
In einem Dorf im Norden Syriens weint eine Mutter um ihren verstorbenen Sohn.

In einem Dorf im Norden Syriens weint eine Mutter um ihren verstorbenen Sohn.

22. November 2012. Der Aufstand in Syrien ist in einen aussichtslosen Bürgerkrieg umgeschlagen. Seit Monaten arbeitet die Fotografin Nicole Tung mit ihrem Kollegen, dem Videojournalisten James Foley, in dem Land. Gerade ist er in der Provinz Idlib und macht sich auf den Weg zurück in die Türkei. Foley ist einer der vielen freien Journalisten, die einen Großteil der Berichterstattung aus Syrien leisten. Im Gegensatz zu vielen jüngeren Kollegen ist er ein erfahrener Mann, der vorher schon oft aus Kriegsgebieten berichtet hat. Tung erwartet ihn auf der anderen Seite der Grenze. Es ist bewölkt, nieselt, langsam wird es dunkel. Foley taucht nicht auf. Nicht an diesem Abend, nicht seitdem. Bis heute gibt es kein Lebenszeichen von ihm.

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Endstation Balkan

24. Januar, 2013

Ein Migrant aus Afghanistan, der beide Beine verloren hat, betet an einem Feuer in einem Feld außerhalb der serbischen Stadt Subotica.

Ein Migrant aus Afghanistan, der beide Beine verloren hat, betet an einem Feuer in einem Feld außerhalb der serbischen Stadt Subotica.

In den vergangen Jahren ist die Zahl der Migranten, die versuchen sich über den Balkan weiter in den Norden der EU durchzuschlagen sprunghaft angestiegen. Die Krise in Griechenland und stärkere Kontrollen zwischen auf dem Seeweg von Griechenland nach Italien treiben sie hierher. Für viele Flüchtlinge beginnt hier ein scheinbar endloser Zirkel aus versuchten illegalen Grenzübertritten, Abschiebungen und erneuten Übertrittsversuchen.

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Das Tor Europas

20. Dezember, 2012
Ein Bangladeschi fährt im Zug von Alexandroupolis nach Athen nachdem er sich über den Fluss Evros geschmuggelt hat.

Ein Bangladeschi fährt im Zug von Alexandroupolis nach Athen nachdem er sich über den Fluss Evros geschmuggelt hat.

Der Weg nach Europa führt für die meisten Flüchtlinge über Istanbul nach Athen. Zehntausende kommen jährlich über den Fluss Evros. Doch die Hoffnung auf ein besseres Leben endet für viele mit dem Tod in den Fluten des Flusses. Andere bleiben in Griechenland hängen, wo die Situation immer dramatischer wird. Amnesty International hat gerade einen Bericht über zahlreiche Menschenrechtsverletzungen an Asylsuchenden und Migranten veröffentlicht.

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Kriegsberichterstattung 2.0

04. Dezember, 2012
Anfang 2012 demonstrieren Oppositionelle in Idlib. Damals ist der größtenteils friedliche Aufstand zu einem brutalen Bürgerkrieg umgeschlagen.

Anfang 2012 demonstrieren Oppositionelle in Idlib. Damals ist der größtenteils friedliche Aufstand zu einem brutalen Bürgerkrieg umgeschlagen.

Die Syrische Regierung schottet das Land gegenüber der Weltöffentlichkeit ab. Wie in kaum einem Konflikt zuvor basiert die Berichterstattung zu einem großen Teil auf Berichten, die Aktivisten über das Netz verbreiten. Die sind oft schwer zu verifizieren. Doch Blogger, Waffenexperten oder Internetanalysten versuchen verwertbare Informationen aus dem Datenrauschen zu filtern.

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Der Geruch des Krieges

05. November, 2012
Die zerstörte Altstadt Aleppos.

Die zerstörte Altstadt Aleppos.

In Aleppos Altstadt tobt ein Häuserkampf, wie er extremer kaum sein könnte. Die Rebellen kämpfen mit Rohrbomben und Kalaschnikovs; die Regierung schlägt mit Kampfjets und Panzern zurück. Die Schlacht droht das kulturelle Erbe einer der ältesten Städte der Welt zu zerstören.

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Assads blutendes Antlitz

03. November, 2012

Gefangen der Rebellen beten im Gefängnis in Marea.

Gefangen der Rebellen beten im Gefängnis in Marea.

Nördlich von Aleppo haben die syrischen Rebellen das Sagen. Die Regierung hat nur noch die Hoheit in der Luft. Langsam etabliert sich ein Rebellenstaat. In provisorischen Gefängnissen fällen sie Urteile über die Anhänger Assads. Es gilt das Recht des stärksten Mannes.

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Die Angst vor der Revolution

29. Februar, 2012
Jeden Abend protestieren junge Syrer gegen die Herrschaft von Baschar al Assad.

Jeden Abend protestieren junge Syrer gegen die Herrschaft von Baschar al Assad.

Trotz brutaler Gewalt gegen Oppositionelle hat der syrische Präsident Baschar al Assad weiterhin Rückhalt im Volk. Manche Syrer haben mehr Angst vor der Revolution als vor ihm.

Warum es auch Syrer gibt, die am Aufstand zweifeln – eine Reportage aus der Unruheprovinz Idlib.

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Gaddafis Geisterstadt

31. Oktober, 2011
All 30.000 Einwohner sind aus Angst vor Racheaktionen aus der Stadt Tawargha geflohen.

All 30.000 Einwohner sind aus Angst vor Racheaktionen aus der Stadt Tawargha geflohen.

Die Stadt Tawargha lag zwischen den Fronten der libyschen Revolution – Misrata im Norden und Sirte im Süden. Bis August lebten hier 25.000 dunkelhäutige Libyer. Unter Gaddafi waren sie Diskriminierung durch die restliche Bevölkerung ausgesetzt. Gaddafi hat sich ihre Loyalität erkauft. Viele von ihnen haben für ihn gekämpft. Misrata wurde von hier angegriffen. Aus Angst vor Racheaktion der Rebellen sind die Tawarghis aus ihrer Heimatstadt geflohen. Heute werden sie willkürlich bedroht und verfolgt.

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Warum Krieg fotografieren?

11. Oktober, 2011
Im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis kümmern sich Freiwillige um Leichen, die dort vermutlich vom Krankenhauspersonal zurück gelassen wurden.

Im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis kümmern sich Freiwillige um Leichen, die dort vermutlich vom Krankenhauspersonal zurück gelassen wurden.

Es ist ein verstörendes Bild, das sich im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis bietet. In der Auffahrt, im Foyer, im Keller: überall verwesen Tote auf Krankenliegen. Der Gestank ist unerträglich. Vielleicht wurden sie vom fliehenden Krankenhauspersonal zum Sterben zurück gelassen, vielleicht wurden sie in ihren Betten exekutiert. Niemand weiß es genau. Aber hier zeigt sich, wie erbarmungslos in den letzten Tage der Revolution in Libyen gekämpft wurde.

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Gaddafis Folterkommandos

10. Oktober, 2011
In einem Schiffscontainer, dem ort seiner Folter, zeigt Mohammed Tarhuni die Narben, die seine Peiniger ihm zugefügt haben.

In einem Schiffscontainer, dem ort seiner Folter, zeigt Mohammed Tarhuni die Narben, die seine Peiniger ihm zugefügt haben.

Polizei und Militär waren dem libyschen Machthaber nicht genug: Um die Revolution in seinem Land niederzuschlagen, setzte er auf besonders brutale Einheiten. Sie sperrten ihre Opfer in Schiffscontainer ein, folterten sie und ließen sie in der Hitze der Container verdursten und ersticken.

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