<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>unum</title>
	<atom:link href="http://unummedia.org/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://unummedia.org</link>
	<description>multimedialer journalismus // text // bild // audio</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Nov 2011 06:46:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Gaddafis Geisterstadt</title>
		<link>http://unummedia.org/gaddafis-geisterstadt/</link>
		<comments>http://unummedia.org/gaddafis-geisterstadt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 18:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[arabischer frühling]]></category>
		<category><![CDATA[gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[gadhafi]]></category>
		<category><![CDATA[geisterstadt]]></category>
		<category><![CDATA[libyen]]></category>
		<category><![CDATA[revolution]]></category>
		<category><![CDATA[tawargha]]></category>
		<category><![CDATA[tawergha]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=559</guid>
		<description><![CDATA[Die Stadt Tawargha lag zwischen den Fronten der libyschen Revolution – Misrata im Norden und Sirte im Süden. Bis August lebten hier 25.000 dunkelhäutige Libyer. Unter Gaddafi waren sie Diskriminierung durch die restliche Bevölkerung ausgesetzt. Gaddafi hat sich ihre Loyalität erkauft. Viele von ihnen haben für ihn gekämpft. Misrata wurde von hier angegriffen. Aus Angst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_561" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-561" title="Gaddafi's Ghost Town" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/10/tawargha_libyen__01.jpg" alt="All 30.000 Einwohner sind aus Angst vor Racheaktionen aus der Stadt Tawargha geflohen. " width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">All 30.000 Einwohner sind aus Angst vor Racheaktionen aus der Stadt Tawargha geflohen.</p></div>
<p>Die Stadt Tawargha lag zwischen den Fronten der libyschen Revolution – Misrata im Norden und Sirte im Süden. Bis August lebten hier 25.000 dunkelhäutige Libyer. Unter Gaddafi waren sie Diskriminierung durch die restliche Bevölkerung ausgesetzt. Gaddafi hat sich ihre Loyalität erkauft. Viele von ihnen haben für ihn gekämpft. Misrata wurde von hier angegriffen. Aus Angst vor Racheaktion der Rebellen sind die Tawarghis aus ihrer Heimatstadt geflohen. Heute werden sie willkürlich bedroht und verfolgt.</p>
<p><a title="Gaddafis Geistersatdt" href="http://unummedia.org/reportagen/gaddafis-geisterstadt/">Zur Geschichte hier »</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/gaddafis-geisterstadt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Krieg fotografieren?</title>
		<link>http://unummedia.org/warum-krieg-fotografieren/</link>
		<comments>http://unummedia.org/warum-krieg-fotografieren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 11:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depeschen]]></category>
		<category><![CDATA[ethik]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[kriegsfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[moral]]></category>
		<category><![CDATA[rechtfertigung]]></category>
		<category><![CDATA[war photography]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=513</guid>
		<description><![CDATA[Es ist ein verstörendes Bild, das sich im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis bietet. In der Auffahrt, im Foyer, im Keller: überall verwesen Tote auf Krankenliegen. Der Gestank ist unerträglich. Vielleicht wurden sie vom fliehenden Krankenhauspersonal zum Sterben zurück gelassen, vielleicht wurden sie in ihren Betten exekutiert. Niemand weiß es genau. Aber hier zeigt sich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_519" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-519" title="Im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis kümmern sich Freiwillige um Leichen, die dort vermutlich vom Krankenhauspersonal zurück gelassen wurden. " src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/10/stasi_gefaengnis_unum.jpg" alt="Im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis kümmern sich Freiwillige um Leichen, die dort vermutlich vom Krankenhauspersonal zurück gelassen wurden. " width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis kümmern sich Freiwillige um Leichen, die dort vermutlich vom Krankenhauspersonal zurück gelassen wurden.</p></div>
<p>Es ist ein verstörendes Bild, das sich im Abu Salim Krankenhaus in Tripolis bietet. In der Auffahrt, im Foyer, im Keller: überall verwesen Tote auf Krankenliegen. Der Gestank ist unerträglich. Vielleicht wurden sie vom fliehenden Krankenhauspersonal zum Sterben zurück gelassen, vielleicht wurden sie in ihren Betten exekutiert. Niemand weiß es genau. Aber hier zeigt sich, wie erbarmungslos in den letzten Tage der Revolution in Libyen gekämpft wurde.</p>
<p><span id="more-513"></span></p>
<p>Inmitten dieser grausigen Szenerie drängen sich Fotografen um das beste Bild. Ich bin einer davon, aber nur widerwillig fotografiere ich die Szene. Es kommt mir unangebracht, voyeuristisch vor. Nach einer halben Stunde verlasse ich das Krankenhaus.</p>
<p>Auf Facebook gibt es eine Gruppe, die sich an alle wendet, die unbewaffnet in den Krieg ziehen. Einige Menschenrechtsaktivisten sind Mitglieder, aber vor allem Schreiber und Fotografen. Der Namen der Gruppe ist „The Vulture Club“. Für den Außenstehenden würden die Fotografen im Abu Salim Krankenhaus genau so erscheinen – wie eine Gruppe Geier. Auch auf mich scheint das in den langen Momenten, in denen ich dort stehe, so.</p>
<p>Das romantisierte Image des Kriegsreporters und insbesondere des Kriegsfotografen ist, dass er oder sie sich in solche Situationen begibt, um sie zu dokumentieren und mit diesen Dokumenten Veränderung herbei zu rufen. Aber diese Idee rückt moralische Dilemma beiseite und verschleiert die eigentliche Motivation.</p>
<p>Denn sie ist für den Einzelnen oft trivial und angesichts der beschrieben Szene erscheint sie fast zynisch, sie ist weniger altruistisch als egoistisch: Abenteuerlust. Krieg ist aufregend, Krieg bringt Extreme menschlichen Handelns zum Vorschein. Außerdem bietet er die dramatischsten Bilder. Und genau danach jagen viele Fotojournalisten.</p>
<p>Doch über diese persönliche Motivation hinaus muss es eine Legitimation geben, um die halbe Welt zu fliegen um Krisen, Kriege und Katastrophen abzubilden. Ich muss vor mir selber und vor anderen rechtfertigen können, warum es wichtig ist, dass ich mich in solche Situationen begebe und sie fotografiere; warum ich meine Familie ständig in Sorge versetze; warum ich mehr bin als ein Voyeur, der am Leid anderer verdient.</p>
<p>Fotografen werden oft dafür kritisiert, dass sie zu viel zeigen oder dass sie Elend ästhetisieren. Ich kann mich nicht an ein Essay, nicht an eine Debatte erinnern, in welcher diese Kritik an der schreibenden Berichterstattung aufkam. Schreiber und Fotografen können in Kriegssituationen einen sehr ähnlichen Job machen. Die Unterschiede in der tatsächlichen Arbeit sind oft nur graduell. Der ausschlaggebende Unterschied liegt im Medium und daran, was es anspricht.</p>
<p>Der Text gibt Kontext, er erklärt was, warum und wieso. Er spricht an den Intellekt. Bilder zeigen uns: So war es. So sah es aus. Nicht mehr. Sie sprechen an die Emotion. Darin liegt ihre Kraft.</p>
<p>Wäre Abu Ghraib ohne die inzwischen ikonischen Fotos zu einem so großen Skandal geworden? Kaum. Wie hoch wäre die Spendenbereitschaft für Opfer von Krisen oder Naturkatastrophen, wenn es keine Bilder davon gebe? Ich befürchte sehr gering. Ohne Bilder bleibt meine Beschreibung des Abu Salim Krankenhauses abstrakt. Erst das Bild macht es real. Erst das Bild fordert – im Kontext der wörtlichen Beschreibung – zum Handeln auf.</p>
<p>Ob ich nun selber dieses Foto mache oder jemand anders ist irrelevant. Genau so ist meine persönliche Motivation irrelevant. Wichtig ist nur, dass Kriege, Krisen und Katastrophen kommuniziert werden – Intellektuell und emotional –, dass Unrecht nicht im Dunklen bleibt.</p>
<p>Erst am Abend nachdem ich in Abu Salim war wird mir klar, dass ich vermutlich die Zeugnisse eines Kriegsverbrechens gesehen habe, das die Abgründe der Revolution in Libyen zeigt. Und ich als Fotograf meine Legitimation mich in Kriegsgebieten aufzuhalten, einzig und allein daraus ableite, dass ich genau solche Szenen abbilde. Meine egoistische Motivation hat eine altruistische Legitimation.</p>
<p><em>Dieser Text wurde für <a title="Kraut Magazin" href="http://www.krautmagazin.de/" target="_blank">Kraut</a>, dem Magazin für angewandte Kultur des NRW-Forums, verfasst. Thema der Ausgabe war Kriegsfotografie.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/warum-krieg-fotografieren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gaddafis Folterkommandos</title>
		<link>http://unummedia.org/gaddafis-folterkommandos/</link>
		<comments>http://unummedia.org/gaddafis-folterkommandos/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 16:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=498</guid>
		<description><![CDATA[Polizei und Militär waren dem libyschen Machthaber nicht genug: Um die Revolution in seinem Land niederzuschlagen, setzte er auf besonders brutale Einheiten. Sie sperrten ihre Opfer in Schiffscontainer ein, folterten sie und ließen sie in der Hitze der Container verdursten und ersticken. Zur Geschichte hier »]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_438" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/09/libyen_khoms__007.jpg"><img class="size-full wp-image-438" title="In einem Schiffscontainer, dem ort seiner Folter, zeigt Mohammed Tarhuni die Narben, die seine Peiniger ihm zugefügt haben." src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/09/libyen_khoms__007.jpg" alt="In einem Schiffscontainer, dem ort seiner Folter, zeigt Mohammed Tarhuni die Narben, die seine Peiniger ihm zugefügt haben." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">In einem Schiffscontainer, dem ort seiner Folter, zeigt Mohammed Tarhuni die Narben, die seine Peiniger ihm zugefügt haben.</p></div>
<p>Polizei und Militär waren dem libyschen Machthaber nicht genug: Um die Revolution in seinem Land niederzuschlagen, setzte er auf besonders brutale Einheiten. Sie sperrten ihre Opfer in Schiffscontainer ein, folterten sie und ließen sie in der Hitze der Container verdursten und ersticken.</p>
<p><a title="Gaddafis Folterkommandos" href="http://unummedia.org/gaddafis-folterkommandos/">Zur Geschichte hier »</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/gaddafis-folterkommandos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwei Wochen Freiheit in Syrien</title>
		<link>http://unummedia.org/zwei-wochen-freiheit-in-syrien/</link>
		<comments>http://unummedia.org/zwei-wochen-freiheit-in-syrien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 06:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depeschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[
<object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"
			id="fm_loader_206889101"
			class="flashmovie"
			width="810"
			height="580">
	<param name="movie" value="/slideshows/syrien/loader.swf" />
	<param name="wmode" value="transparent" />
	<param name="base" value="." />
	<param name="allowfullscreen" value="true" />
	<!--[if !IE]>-->
	<object	type="application/x-shockwave-flash"
			data="/slideshows/syrien/loader.swf"
			name="fm_loader_206889101"
			width="810"
			height="580">
		<param name="wmode" value="transparent" />
		<param name="base" value="." />
		<param name="allowfullscreen" value="true" />
	<!--<![endif]-->
		
	<!--[if !IE]>-->
	</object>
	<!--<![endif]-->
</object> Syrien erlebt wohl eine der brutalsten Niederschlagungen der Aufstände des Arabischen Frühlings. Die syrische Regierung bringt die Rufe nach Freiheit mit militärischer Härte zum Schweigen. Augenzeugen berichten von willkürlichen Verhaftungen, niedergebrannten Häusern und Feldern und Schüssen auf unbewaffnete Demonstranten. Mehr als 1.300 Menschen sollen in den vier Monaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"
			id="fm_loader_484962278"
			class="flashmovie"
			width="810"
			height="580">
	<param name="movie" value="/slideshows/syrien/loader.swf" />
	<param name="wmode" value="transparent" />
	<param name="base" value="." />
	<param name="allowfullscreen" value="true" />
	<!--[if !IE]>-->
	<object	type="application/x-shockwave-flash"
			data="/slideshows/syrien/loader.swf"
			name="fm_loader_484962278"
			width="810"
			height="580">
		<param name="wmode" value="transparent" />
		<param name="base" value="." />
		<param name="allowfullscreen" value="true" />
	<!--<![endif]-->
		
	<!--[if !IE]>-->
	</object>
	<!--<![endif]-->
</object>
<p>Syrien erlebt wohl eine der brutalsten Niederschlagungen der Aufstände des Arabischen Frühlings. Die syrische Regierung bringt die Rufe nach Freiheit mit militärischer Härte zum Schweigen. Augenzeugen berichten von willkürlichen Verhaftungen, niedergebrannten Häusern und Feldern und Schüssen auf unbewaffnete Demonstranten. Mehr als 1.300 Menschen sollen in den vier Monaten des Aufstands in Syrien umgekommen sein.</p>
<p><span id="more-386"></span></p>
<div id="attachment_390" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-390 " title="Revolution in Syrien" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/07/stasi_gefaengnis_unum.jpg" alt="Trauernde haben sich um den Sarg von Rafaat Deab versammelt. Laut Augenzeugenberichten wurde er von syrischen Sicherheitskräften in der Stadt Sermaniya erschossen." width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Trauernde haben sich um den Sarg von Rafaat Deab versammelt. Laut Augenzeugenberichten wurde er von syrischen Sicherheitskräften in der Stadt Sermaniya erschossen.</p></div>
<p>Doch die Berichte von Staatsterror lassen sich kaum verifizieren. Journalisten können sich kein Bild der Situation machen. Die Syrische Regierung lässt sie nicht ins Land. Irgendwo zwischen Staatspropaganda und Augenzeugenberichten liegt die Wahrheit.</p>
<p>In einem kleinen Tal an der Grenze zur Türkei konnte man Einblick in die syrische Realität bekommen. Hunderte, wenn nicht tausende, Syrer waren hierhin vor der Gewalt in ihren Heimatstädten geflohen. Sie lebten in einem provisorischen Flüchtlingslager. Die meisten von ihnen kamen aus Jisr al-Shughour, wo es drei Monate nach Beginn des Aufstands zu Ausschreitungen kam.</p>
<p>Mehr als 15.000 Syrer sind in Flüchtlingslagern auf der türksichen Seite der Grenze untergekommen, aber die türkische Regierung hat sie von der Außenwelt abgeschirmt. Das Tal in Syrien hingegen war über Schmugglerpfade von der Türkei aus zu erreichen. Für Journalisten bot es die einzige Gelegenheit aus Syrien selbst zu berichten und mit syrischen Aufständischen zu reden.</p>
<div id="attachment_415" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-415" title="Syrische Revolution" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/07/syrien_aufstand1.jpg" alt="In einem Haus nahe der türkischen Grenze haben syrische Dissidenten ihren Widerstand organisiert. " width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">In einem Haus nahe der türkischen Grenze haben syrische Dissidenten ihren Widerstand organisiert. </p></div>
<p>Viele der geflohenen Syrer haben in dem Tal zum ersten Mal erlebt, was Freiheit heißt. Sie konnten ihre Meinung frei äußern, demonstrieren, Widerstand organisieren, ohne Angst dafür bestraft zu werden. &#8220;Das war eine Erfahrung, die wir nie zuvor gemacht haben. Nicht in meinem Leben, nicht im Leben meines Vaters&#8221;, hat Bilal, 30,  <a href="http://www.nytimes.com/2011/06/29/world/middleeast/29guvecci.html" target="_blank">einem Reporter der New York Times gesagt</a>. In einem kleinen Haus inmitten eines Olivenhains haben Dissidenten ihren Widerstand organisert, Videos von Demonstrationen, Beerdigungen, Ausschreitungen und dem Vormarsch der syrischen Armee verbreitet.</p>
<p>Nach zwei Wochen ist die syrische Armee in das Tal einmarschiert. Die Syrer sind aus dem provisorischen Flüchtlingslager in die Türkei geflohen. Was das für sie bedeutet hat Nasir, einer der Aufständischen gesagt: &#8220;Es ist vorbei. Unsere Freiheit ist vorbei.&#8221;</p>
<p><iframe width="480" height="373" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" id="nyt_video_player" title="New York Times Video - Embed Player" src="http://graphics8.nytimes.com/bcvideo/1.0/iframe/embed.html?videoId=100000000860576&#038;playerType=embed"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/zwei-wochen-freiheit-in-syrien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Medevac-Kontroverse</title>
		<link>http://unummedia.org/die-medevac-kontroverse/</link>
		<comments>http://unummedia.org/die-medevac-kontroverse/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 06:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[embedded journalism]]></category>
		<category><![CDATA[kontroverse]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[medevac]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=334</guid>
		<description><![CDATA[Innerhalb einer Woche haben drei große nordamerikanische Publikation Reportagen über Flugsanitäter der US Army veröffentlicht. James Nachtwey hat sie für das Time Magazine fotografiert, Tyler Hicks für die New York Times und Louie Palu hat seine Geschichte im Toronto Star publiziert. Auf BagNewsNotes hat Michael Shaw daher gefragt, ob wir hier einen Erfolg der PR-Abteilung des US-Militärs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_338" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-338" title="US Army Medical Evacuation Unit" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/02/medevac_unum_01-2.jpg" alt="Amerikanische Soldaten tragen einen verwundeten Afghanen in einen Medevac-Hubschrauber der US-Army." width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Amerikanische Soldaten tragen einen verwundeten Afghanen in einen Rettungshubschrauber der US-Army. Der Afghane wird in ein Krankenhaus auf dem Militärstützpunkt Kandahar transportiert. Foto: Daniel Etter</p></div>
<p>Innerhalb einer Woche haben drei große nordamerikanische Publikation Reportagen über Flugsanitäter der US Army veröffentlicht. James Nachtwey hat sie für das <a title="Time/Medevac" href="http://www.time.com/time/photogallery/0,29307,2040942,00.html" target="_blank">Time Magazine</a> fotografiert, Tyler Hicks für die <a title="New York Times/Medevac" href="http://www.nytimes.com/2010/12/19/world/asia/19delivery.html" target="_blank">New York Times</a> und Louie Palu hat seine Geschichte im <a title="Toronto Star/Medevac" href="http://bit.ly/gSw7so" target="_blank">Toronto Star</a> publiziert. Auf <a title="BagNewNotes/Medevac" href="http://bit.ly/dX8IXI" target="_blank">BagNewsNotes</a> hat Michael Shaw daher gefragt, ob wir hier einen Erfolg der PR-Abteilung des US-Militärs sehen, die der Öffentlichkeit Bilder von heroischen Rettungsaktionen zeigen und von Kampftruppen ablenken will. Ich war etwa zur selben Zeit mit Flugsanitätern der US Army embedded. Im Militärjargon nennt man sie Medevac – was die Abkürzung für medical evacuation ist. Matt Lutton von <a title="Dvafoto" href="http://www.dvafoto.com" target="_blank">Dvafoto</a> hat mich um meine Meinung zu dieser Häufung an Medevac-Geschichten gebeten, die hier ins Deutsche übersetzt ist.</p>
<p><span id="more-334"></span></p>
<p>Um es kurz zu machen: Ich glaube, die Annahme von Shaw ist falsch oder zumindest extrem verkürzend. Ich bin an das Militär mit dem ausdrücklichen Wunsch getreten, eine Medevac-Einheit zu begleiten. Während meines Embeds waren in der selben Region mindestens vier Fotografen mit Truppen am Boden unterwegs, aber nur zwei mit Medevacs. Ich war einer davon. Ein zusätzlicher Fotograf hat seine Zeit zwischen Flugsanitätern und Bodentruppen aufgeteilt. Die Leute, die sich nicht um eine bestimmte Einheit bemüht haben, sind bei Bodentruppen gelandet.</p>
<p>Meines Wissens nach haben insgesamt mindestens sieben Fotografen Medevac Einheiten innerhalb eines sehr kurzen Zeitrahmens fotografiert, und ich weiß von einem weiteren, der sein Medevac-Embed kurzfristig abgesagt hat. Dass so viele Fotografen die gleiche Geschichte innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums machen, hat mich natürlich überrascht. Noch mehr hat es mich aber überrascht dass New York Times und Time Magazine die gleiche Geschichte so kurz hintereinander veröffentlicht haben. Ersteres zumindest ist relativ leicht zu erklären.</p>
<h4>„Starke Bilder, Mann, starke Bilder.“</h4>
<p>Mit der Infanterie kann man für Wochen unterwegs sein ohne das irgendwas passiert. Als Fotojournalist will man das nicht – der Beruf bringt einen gewissen Zynismus mit sich. (In Kandahar hat mich ein anderer Fotograf gefragt, ob ich während meines Embeds Amputationen gesehen habe. Ich habe das bejaht, wozu er ein wenig neidisch meinte: „Starke Bilder, Mann, starke Bilder.“) Mit einer Medevac-Einheit kann man ziemlich sicher sein, dramatisch Bilder zu bekommen.  Medevacs fliegen genau dort hin, wo sich Bodentruppen Gefechte mit Aufständischen liefern. Etwa jede dritte Mission, die ich begleitet habe war zu einem so genannten POI, dem point of injury irgendwo in der staubigen Ebene rund um Kandahar, der Hochburg der Taliban. Ein Mal war es ein hot POI, was bedeutet, dass während der Evakuierung noch gekämpft wurde: Soldaten brüllen sich Kommandos zu, Verwundete werden in Helikopter geschleppt und Sturmgewehre sind auf unsichtbare Feinde gerichtet. All das spielt sich innerhalb einer halben Minute unter Unmengen von Staub ab, der vom Helikopter aufgewirbelt wird. Visuell dramatischer geht es kaum.</p>
<div id="attachment_343" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/02/medevac_unum_01-4.jpg"><img class="size-full wp-image-343" title="US Army Medical Evacuation Unit" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/02/medevac_unum_01-4.jpg" alt="Eine Medevac-Einheit evakuiert den US-Soldaten Dakoto Brumfield aus einerKampfzone in der Nähe von Kandahar." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Medevac-Einheit evakuiert den US-Soldaten Dakoto Brumfield aus einerKampfzone in der Nähe von Kandahar, Afghanistan. Foto: Daniel Etter</p></div>
<p>2008/2009 waren einige bekannte Fotografen im Korengal Tal mit US-Kampftruppen embedded. Darunter waren Tyler Hicks, David Guttenfelder, Tim Hetherington und Adam Ferguson. <a href="http://www.david-campbell.org/2009/05/22/embedded-in-afghanistan/" target="_blank">David Campbell</a> und <a href="http://www.rethink-dispatches.com/essays/korangal-a-narrow-field-of-view/ und David Campbell (http://www.david-campbell.org/2009/05/22/embedded-in-afghanistan/" target="_blank">Gary Knight</a> haben damals über diese auffällige Anhäufung geschrieben. Sie haben die Frage aufgeworfen, ob das Militär den Blick der Öffentlichkeit auf diesen winzigen Teil Afghanistans und weg von andern richten wollte. Jetzt wird die gleiche Frage umgekehrt wieder gestellt. Will das Militär den Blick der Öffentlichkeit von Kampftruppen ablenken?  In beiden Fällen bezweifele ich, dass die Antwort ja ist.</p>
<p>Wenn Fotografen entscheiden, welche Militäreinheiten sie begleiten sollen fragen sie andere Fotografen und schauen, was vorher gemacht wurde. Das trifft vor allem auf die zu, die zum ersten Mal ein Embed beantragen. Die wichtigste Frage im Entscheidungsprozess ist: Wo bekomme ich gute Fotos? Was im Prinzip heißt: Wo sehe ich Kämpfe? 2008/2009 war die Antwort Korengal. Im vergangenen Jahr war sie Medevac. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr mehr davon sehen werden. Diese Häufung tritt nicht nur im Embedded Journalism, nicht nur in der Kriegsfotografie und nicht nur in Afghanistan auf, sondern bei ziemlichen jedem Thema, das eindrucksvolle Bilder liefert. Hier in Indien zum Beispiel haben hunderte Fotografen Kushti, das traditionelle indische Ringen, fotografiert.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist, dass ein Medevac-Embed vergleichsweise sicher ist. Zumindest erscheint es auf den ersten Blick sicherer. Am Boden ist man vielleicht für eine Minute. Die meiste Zeit verbringt man auf der Basis. Bei Fußpatrouillen besteht immer die Gefahr, dass man aus heiterem Himmel beschossen wird oder, schlimmer noch, auf eine Mine tritt. Mit einer Medevac-Einheit ist die Chance, dass man beschossen wird, zwar viel größer, aber zumindest muss man die Angst davor nicht den ganzen Tag mit sich rumschleppen. Sicherheit und dramatische Bilder zusammen ergeben ein ziemlich durchschlagendes Argument für ein Medevac-Embed – zumindest, wenn man das ganze pragmatisch betrachtet.</p>
<p>Letzteres, warum drei große nordamerikanische Publikationen in der selben Woche Geschichten über Medevacs veröffentlicht haben, kann ich nicht mit Sicherheit erklären. Ich vermute, dass es Zufall war, was auch die Erklärung eines Sprechers der New York Times ist. Dass es aufgrund von Einflussnahme des Militärs war, kann ich mir schwer vorstellen. Diese Häufung hat davon abgelenkt, dass um die selbe Zeit auch andere, weniger heldenhafte  Geschichten veröffentlicht wurden. Etwa einen Monat zuvor hat die <a title="New York Times / Night Raids" href="http://www.nytimes.com/2010/11/16/world/asia/16night.html">New York Times ein Feature über night raids</a> veröffentlicht, die von der Afghanischen Regierung heftig kritisiert wurden.</p>
<h4>Das Embed-System ist nicht das Problem</h4>
<div id="attachment_347" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-347" title="US Army Medical Evacuation Unit" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/02/medevac_unum_01-5.jpg" alt="Ein Medevac-Hubschrauber kurz nach der Rückkehr von einer Mission in der Nähe von Kandahar, Afghanistan. Foto: Daniel Etter" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Ein Medevac-Hubschrauber kurz nach der Rückkehr von einer Mission in der Nähe von Kandahar, Afghanistan. Foto: Daniel Etter</p></div>
<p>Trotzdem glaube ich, dass die Häufung der gleichen Geschichte das Symptom gleich mehrerer Probleme der fotografischen Berichterstattung über die Kriege in Afghanistan und im Irak ist. Dass das größte Problem im Embedded Journalism liegt, glaube ich jedoch nicht. Man muss sich darüber bewusst sein, dass man dabei zum Teil der PR-Strategie des US-Militärs wird. Es gibt definitiv Geschichten, die der Öffentlichkeit vorenthalten werden (Special Forces zum Beispiel). Aber es ist eine extrem offene Strategie und es gibt, innerhalb des Embedded Journalism, wie er von den Amerikanern praktiziert wird, so gut wie keine Zensur. Für die Veröffentlichung von Fotos von Verwundeten muss man deren Einverständnis Einholen, bei Fotos von getöteten muss man mit der Veröffentlichung warten, bis die Familie informiert ist und Militärbasen darf man nicht von oben fotografieren. Niemand schaut aber über deine Bilder. Wenn man sich nicht an die Regeln hält, darf man halt nicht mehr mit. Niemand wird erwarten, dass das Militär mit dem Finger auf Missetaten zeigt, aber es verhindert auch keine negative Berichterstattung. Adam Ferguson hat eine mehrseitige Reportage über eine Infanterie-Einheit  im Time Magazine veröffentlicht, die ein 14-jähriges Mädchen getötet hat. Es würde der Debatte in Deutschland gut tun, wenn die Bundeswehr nur annähernd so offen wäre. Bilder, wie die von Ferguson, wären wohl vor Ort von der BW unterbunden worden.</p>
<p>Das größere Problem liegt in den Schwierigkeiten unabhängig aus Afghanistan zu berichten. Es sind nicht Geschichten über kämpfende amerikanische Soldaten, von denen es zu wenig gibt, sondern Geschichten von der anderen Seite und aus der Bevölkerung. Eine große Ausnahme ist die <a title="Guardian / Embedded with the Taliban" href="http://www.guardian.co.uk/world/2010/nov/24/the-taliban-troop-london-jihadists" target="_blank">Serie von Ghaith Abdul-Ahad  im Guardian</a>. Doch das ist nicht nur gefährlich, sondern auch sehr teuer. Ein Embed kostet nichts. Deshalb entscheiden sich viele freie Fotografen dafür, Geschichten über das amerikanische Militär zu fotografieren.</p>
<h4>Fotojournalismus hat Grenzen</h4>
<p>Ein anderes Problem, was sich hier zeigt, klingt simpel: Fotojournalismus braucht Bilder. Je dramatischer, desto besser zu verkaufen. Fotografen zieht es nicht ohne Grund in das Korengal Tal oder an Board eines Medevac-Hubschraubers. Sie können dort starke und teils journalistisch wichtige Bilder machen. Aber sie sind eben auf diese Bilder angewiesen und dadurch in der Auswahl ihrer Geschichten begrenzt. Es gibt Themen, die nicht fotografisch erzählt werden können. Und manchmal bleiben die Bilder die gleichen, obwohl die Geschichte eine komplett andere ist. Wie kann man einen Taliban auf einem Foto von einem einfachen afghanischen Bauern unterscheiden?</p>
<div id="attachment_340" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-340" title="US Army Medical Evacuation Unit" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2011/02/medevac_unum_01-3.jpg" alt="Flugsanitäter der US-Armz begleiten eine Afghanin und ihren Mann in ein Krankenhaus auf dem Militärstützpunkt in Kandahar. Die Afghanin hat Verbrennungen erlitten als der Ofen in ihrer Küche explodiert ist." width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Flugsanitäter der US-Army begleiten eine Afghanin und ihren Mann in ein Krankenhaus auf dem Militärstützpunkt in Kandahar. Die Afghanin hat Verbrennungen erlitten als der Ofen in ihrer Küche explodiert ist. Foto: Daniel Etter</p></div>
<p>Meine Entscheidung, eine Medevac-Einheit zu begleiten, war zum großen Teil pragmatisch. Es war mein erstes Embed und, um ehrlich zu sein, hatte ich ziemlichen Schiss. Ich habe nicht geplant, die beste oder eine einmalige Geschichte zurück zu bringen. Und ich glaube nicht an die naive Idee, dass ein Fotograf im Kontext dieses Krieges etwas zum besseren wenden kann. Trotzdem glaube ich daran, dass es notwendig ist Geschichten von dort einem größeren Publikum zugänglich zu machen, um die öffentliche Debatte am Leben zu halten. Nur wollte ich mit etwas anfangen, das relativ sicher erscheint. Ich habe Nachtweys Essay über Militärmedizin in National Geographic gesehen, wo er auch Medevacs begleitet. Das schien eine gute Option zu sein. So einfach. Keine Verschwörung hier.</p>
<p><span class="autoren">Text und fotos: Daniel Etter </span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/die-medevac-kontroverse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kreativ finanziert</title>
		<link>http://unummedia.org/kreativ-finanziert/</link>
		<comments>http://unummedia.org/kreativ-finanziert/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 09:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[foto]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=315</guid>
		<description><![CDATA[Zugegeben, die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erscheint wie ein journalistische Wunderland. Fotografen und Schreiber, so erzählt man, wurden von Magazinen und Zeitungen für noch so kleine Geschichten wochenlang auf Recherchereisen geschickt, über Spesen sprach man nicht und freie Journalisten wurden fürstlich bezahlt. Und dann kam das Internet. Seitdem brechen Auflagen ein, Titel werden eingestellt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_322" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-322" title="emphasis" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2010/11/emphasis-300x151.png" alt="Homepage von emphas.is." width="300" height="151" /><p class="wp-caption-text">Homepage von emphas.is.</p></div>
<p>Zugegeben, die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erscheint wie ein journalistische Wunderland. Fotografen und Schreiber, so erzählt man, wurden von Magazinen und Zeitungen für noch so kleine Geschichten wochenlang auf Recherchereisen geschickt, über Spesen sprach man nicht und freie Journalisten wurden fürstlich bezahlt.</p>
<p>Und dann kam das Internet.</p>
<p>Seitdem brechen Auflagen ein, Titel werden eingestellt, Honorare zusammengestrichen und aufwendige Recherchen lassen sich plötzlich nicht mehr bezahlen. Die Demokratie sein in Gefahr, verkünden Apologeten des journalistischen Untergangs, und <a title="“For God’s sake, somebody call it!”" href="http://www.epuk.org/Opinion/961/for-gods-sake-somebody-call-it" target="_blank">Fotojournalismus schon lange tot</a>.</p>
<p>Also keine gute Zeit für ambitionierte dokumentarische Fotoprojekte? Doch, eine ziemlich gute sogar. Nie zuvor gab es so viele Möglichkeiten, ein großes Publikum zu erreichen. Nie zuvor gab es so viele ambitionierte Projekte. Dafür reicht ein Blick auf das Online-Magazin <a title="burn magazine" href="http://www.burnmagazine.org/" target="_blank">burn</a>.  Und das mit der Finanzierung, das ist vermutlich auch nicht schlechter als noch vor zehn Jahren – zumindest, wenn man außerhalb der traditionellen Finanzierungsmodelle denkt. Mit dem Internet ist das Publikationsmonopol von Verlagen gefallen und damit auch der Hauptgrund für die guten Einnahmen in prä-digitalen Zeiten. Das bedeutet natürlich, dass weniger Geld von dort kommen kann, aber theoretisch auch das mehr Geld aus anderen Quellen zur Verfügung steht. Da muss man nur irgendwie drankommen.</p>
<p><span id="more-315"></span></p>
<p>Crowdfunding, also die Finanzierung von Projekten über individuelle Geldgeber, ist ein vielversprechendes Modell. Das geht zum Beispiel über die Plattformen  <a title="Emphas.is" href="http://emphas.is/" target="_parent">Emphas.is</a>, <a title="Kickstarter" href="http://www.kickstarter.com/" target="_blank">Kickstarter</a> oder <a title="Inkubato" href="http://www.inkubato.com/de/" target="_blank">Inkubato</a>. Emphas.is ist auf Dokumentarfotografie ausgerichtet, Kickstarter und Inkubato sind Plattform für die Finanzierung kreativer Projekte allgemein, wobei Inkubato lediglich das Modell von Kickstarter eins-zu-eins auf den europäischen/deutschen Markt übertragen hat. Dass crowdfunding funktioniert haben zum Beispiel Kitra Cahana und Chris Urquhart gezeigt. Für ihr Projekt <a title="Welcome to Rainbowland" href="http://www.kickstarter.com/projects/nomadia/welcome-to-rainbowland?ref=search" target="_blank">&#8220;Welcome to Rainbowland&#8221;</a> haben sie über Kickstarter 5,620 Dollar sammeln können. Die Geldgeber sind nicht einfach Spender, die selbtslos ihr Geld verteilen, sondern sie bekommen etwas zurück. Im Falle von &#8220;Welcome to Rainbowland&#8221; sind das etwa Fotodrucke oder Bücher, die aus dem Projekt hervorgehen.</p>
<p>Emphas.is ist für Fotografen das wohl interessanteste Modell. Die Projekte werden von einer Redaktion kuriert bevor sie veröffentlicht werden. Emphas.is richtet sich insbesondere an Menschen, die an Fotografie interessiert sind. Allerdings startet die Plattform erst Anfang nächsten Jahres, so dass man erst dann sehen kann, ob es funktioniert.</p>
<p>Fotojournalismus ist nicht tot. Im Gegenteil. Aber traditionelle Finanzierungs- und Publikationsmodelle werden zum Teil nur noch künstlich am Leben gehalten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/kreativ-finanziert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kaschmir – die vergessene Front</title>
		<link>http://unummedia.org/kaschmir-%e2%80%93-die-vergessene-front/</link>
		<comments>http://unummedia.org/kaschmir-%e2%80%93-die-vergessene-front/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 12:51:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[indien]]></category>
		<category><![CDATA[kaschmir]]></category>
		<category><![CDATA[konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[pakistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=303</guid>
		<description><![CDATA[Der Weg zu Frieden in Afghanistan führt durch Kaschmir. Doch im Sommer 2010 scheint eine Lösung des Konflikts in weiter Ferne zu sein. Die Situation im Tal im Norden Indiens ist weiterhin angespannt. Fast jeden Tag kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Steine werfenden Jugendlichen und der Polizei. In diesem Sommer sind mehr als 100 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_284" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-284" title="Im Sommer 2010 sind über 100 Menschen durch die Sicherheitskräfte getötet worden - die meisten davon unbewaffnete jugendliche Demonstranten.  Mohammad Salim, 19, wurde laut Angaben seiner Familie von einer Schrotkugel im Auge getroffen als die Polizei auf Demonstranten geschossen hat." src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2010/01/kaschmir_unum-3.jpg" alt="Im Sommer 2010 sind über 100 Menschen durch die Sicherheitskräfte getötet worden - die meisten davon unbewaffnete jugendliche Demonstranten. Mohammad Salim, 19, wurde laut Angaben seiner Familie von einer Schrotkugel im Auge getroffen als die Polizei auf Demonstranten geschossen hat." width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Mohammad Salim, 19, wurde laut Angaben seiner Familie von einer Schrotkugel im Auge getroffen als die Polizei auf Demonstranten geschossen hat.</p></div>
<p>Der Weg zu Frieden in Afghanistan führt durch Kaschmir. Doch im Sommer 2010 scheint eine Lösung des Konflikts in weiter Ferne zu sein. Die Situation im Tal im Norden Indiens ist weiterhin angespannt. Fast jeden Tag kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Steine werfenden Jugendlichen und der Polizei. In diesem Sommer sind mehr als 100 Menschen bei Protesten umgekommen – die meisten davon unbewaffnete Demonstranten.</p>
<p><a title="Kaschmir - die vergessene Front" href="http://unummedia.org/reportagen/kaschmir_die_vergessene_front/">Zur Geschichte hier »</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/kaschmir-%e2%80%93-die-vergessene-front/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Multimediale Experimente</title>
		<link>http://unummedia.org/multimediale_experiment/</link>
		<comments>http://unummedia.org/multimediale_experiment/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 May 2010 16:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[audioslideshow]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[foto]]></category>
		<category><![CDATA[griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[produktionsfirma]]></category>
		<category><![CDATA[reportage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=1</guid>
		<description><![CDATA[Nach langer, einsamer Arbeit vor dem Computer ist das erste multimediale Projekt auf unum veröffentlicht. &#8220;Die verlorenen Kinder Afghanistans&#8221; ist eine multimediale Aufbereitung einer Reportage über minderjährige afghanische Flüchtlinge in Griechenland. Text und Fotos sind bereits in verschiedenen Tageszeitungen erschienen. Die Musik für diese Slideshow stammt von Sascha Jatho. Die Idee hinter diesem Projekt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langer, einsamer Arbeit vor dem Computer ist das erste multimediale Projekt auf <span class="unum">unum</span> veröffentlicht. <a title="Die verlorenen Kinder Afghanistans" href="http://unummedia.org/multimedia/die-verlorenen-kinder-afghanistans/" target="_blank">&#8220;Die verlorenen Kinder Afghanistans&#8221;</a> ist eine multimediale Aufbereitung einer Reportage über minderjährige afghanische Flüchtlinge in Griechenland. Text und Fotos sind bereits in verschiedenen Tageszeitungen erschienen. Die Musik für diese Slideshow stammt von Sascha Jatho.</p>
<div id="attachment_149" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://unummedia.org/multimedia/die-verlorenen-kinder-afghanistans/"><img class="size-full wp-image-149 " title="Die  verlorenen Kinder Afghanistans" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2010/01/afghanen_griechenland_unum_2.jpg" alt="Ein afghanischer Flüchtling wartet am Hafen von Patras auf seine  Chance unbemerkt auf ein Fähre nach Italien zu kommen." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ein afghanischer Flüchtling wartet am Hafen von  Patras auf seine Chance unbemerkt auf ein Fähre nach Italien zu kommen.</p></div>
<p>Die Idee hinter diesem Projekt und damit hinter <span class="unum">unum</span> ist Geschichten tatsächlich multimedial zu erzählen. Also Bild, Video, Musik und Text zu verbinden und eine Einheit zu schaffen. &#8220;Die verlorenen Kinder Afghanistans&#8221; ist der erste Versuch, in diese Richtung zu gehen.</p>
<p>Für die Zukunft ist geplant, Video- und Audioaufnahmen einzubinden. Außerdem sollen Fotografen, Autoren und Filmer für <span class="unum">unum</span> gewonnen werden. Das hier soll keineswegs eine reine Ich-Ag seien.</p>
<p><span class="unum">unum</span> ist vieles in einem: Magazin, Agentur, Produktionsfirma. Als Magazin wird es vermutlich nie ein  großes Publikum erreichen und Produktionen werden nicht im Tages-  (vermutlich auch nicht im Wochen-) rhythmus veröffentlicht. Es ist ein Experiment, um zu sehen, was funktioniert, was  irritert, was unterhält und was langweilt. Kritik ist erwünscht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/multimediale_experiment/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die verlorenen Kinder Afghanistans</title>
		<link>http://unummedia.org/die-verlorenen-kinder-afghanistans/</link>
		<comments>http://unummedia.org/die-verlorenen-kinder-afghanistans/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 May 2010 11:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[audioslideshow]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[foto]]></category>
		<category><![CDATA[griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[produktionsfirma]]></category>
		<category><![CDATA[reportage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://unummedia.org/?p=532</guid>
		<description><![CDATA[In Griechenland sitzen tausende afghanische Jungen mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fest. Sie leben dort unter unmenschlichen Bedingungen. Andere Länder in der Europäischen Union schieben die Verantwortung von sich.n Griechenland sitzen tausende afghanische Jungen mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fest. Sie leben dort unter unmenschlichen Bedingungen. Andere Länder in der Europäischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_146" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-146" title="Die verlorenen Kinder Afghanistans" src="http://unummedia.org/wp-content/uploads/2010/01/afghanen_griechenland_unum_3.jpg" alt="Rola, 14, wohnt mit anderen afghanischen Flüchtlingen in einem verlassenen Boot am Hafen von Patras. " width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Rola, 14, wohnt mit anderen afghanischen Flüchtlingen in einem verlassenen Boot am Hafen von Patras.</p></div>
<p>In Griechenland sitzen tausende afghanische Jungen mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fest. Sie leben dort unter unmenschlichen Bedingungen. Andere Länder in der Europäischen Union schieben die Verantwortung von sich.n Griechenland sitzen tausende afghanische Jungen mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fest. Sie leben dort unter unmenschlichen Bedingungen. Andere Länder in der Europäischen Union schieben die Verantwortung von sich.</p>
<p><a title="Die verlorenen Kinder Afghanistans" href="http://unummedia.org/die-verlorenen-kinder-afghanistans/">Zur Geschichte hier »</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://unummedia.org/die-verlorenen-kinder-afghanistans/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

